Dienstag, 27. November 2012

Sam EVII wird drei Jahre alt

Unser SAM feiert heute seinen dritten Geburtstag.
Leider ist es still um unser Fahrzeug geworden.

Die im Umlauf befindlichen SAM EVII dürften sich bei ca. 130 Stück eingependelt haben.

Zeitungsberichten zu Folge wurden vom Renault Twizy in einem halben Jahr ca. 9000 Stück gefertigt. Das ist eine komplett andere Liga.
Es zeigt uns aber, daß der Markt vorhanden ist.


Wer für ein Schönwetterfahrzeug knapp 9000 Euro ausgibt und zusätzlich noch monatlich mindestens 50 Euro (bei max. 2500 km/a) für die Batteriemiete bereit ist zu zahlen, sollte doch auch für ein Ganzjahresfahrzeug, wie der SAM es ist, als Käufer in Frage kommen.

Das größte Problem vom SAM dürfte das fehlende Marketing sein. Keiner kennt den SAM. Jeder fragt mich, was ist das denn für ein Fahrzeug.
Der Twizy wird in den Medien beworben. Und wenn man beim "Freundlichen" vorbei schaut, stehen da meist auch zwei von den kleinen Fahrzeugen auf dem Hof.

Wünschen wir unserem SAM noch ein langes Leben in einem kleinen Kreis von Liebhabern. Und der S.A.M. Group AG mehr Erfolg bei Ihrem nächsten durchaus interessanten Fahrzeug, daß sie auf den Markt bringen werden.

Sonntag, 18. November 2012

SAM Treffen

Am vergangenen Freitag haben sich Roland und Klemens, zwei weitere SAM-Fahrer bei mir eingefunden. Der Grund für den Besuch waren verschiedene Reparaturen, die an unseren Fahrzeugen durchgeführt werden mußten.
Damit der Servicetechniker von Friends of SAM nicht mehrere Fahrten unternehmen muß, haben wir uns deshalb bei mir getroffen.

Meiner blieb ab und zu noch stehen, weshalb ein erneuter Encoder-Tausch anstand. Bei Roland gab es Probleme mit dem Ladegerät. Das Fahrzeug von Klemens war eigentlich störungsfrei, nachdem er vor ein paar Tagen den 12 V Akku selbst getauscht hatte. Er kam aber dennoch für einen Plausch vorbei, was mit einem Software-Update belohnt wurde.

Diese Gelegenheit ließ ich mir nicht entgehen um das Dreiergespann im Bild festzuhalten.




Am Morgen war es noch sehr frisch. Deshalb versammelten wir alle drei SAM in meiner Garage. Durch das kompakte Format unseres SAM war das auch kein großes Problem.


Gegen Mittag war die Sonne kräftig genug, so daß man die Arbeiten nach draußen verlagern konnte.


Bei herrlichem Sonnenschein wurde durch das Überkreuzen der Komponenten zweier Fahrzeuge der Fehler eingegrenzt.


Mein SAM bekam auch noch eine neue ECU und neue Firmware für alle Komponenten. Welche Neuerungen und Veränderungen es dabei gab, berichte ich später.

Samstag, 10. November 2012

SAM 27 zu kaufen

Ich will mich jetzt nicht 100% festlegen, aber das erste Angebot bei friends-of-sam sieht verdammt nach meinem Leih-SAM 27 aus.


Auf der Tür kann man noch den Schriftzug "macht Sie elektromobil" erkennen. Das war eindeutig ein Fahrzeug von elemo. Auch kann man erkennen, das vorne ein Kennzeichen war. Und ganz nebenbei hat die Bilddatei den Namen Sam27_2.JPG ;-)

Ich kann dieses Fahrzeug durchaus empfehlen. SAM 27 hat mich zuverlässig durch den kalten Winter gebracht. Auch bei -25°C hat er nicht geschwächelt. Der Akku war top.

Es gibt auf der Seite noch ein Fahrzeug von Karsten (Angebot 3). Auf diesem sind die kompletten Aufkleber von elemo noch zu sehen. Ist das etwa der private SAM von Karsten? Es handelt sich um den SAM 75.

Es werden insgesamt neun Fahrzeuge zum Verkauf angeboten. Wird etwa schon Platz für den SAM EV III gemacht?


Neben Angebot 5 (SAM 92) ist ein SAM 2.5 zu sehen.

Dienstag, 30. Oktober 2012

Meinungsbildung

Anhand zweier Vorkommnisse aus diesem Jahr will ich die unterschiedliche Berichterstattung der Medien im Hinblick auf die Elektromobilität veranschaulichen.

5 deutsche Ärzte sterben in Flammenhölle

Die erste Frage lautet: Warum raste der Bus in den leeren LKW?

Es interessiert niemanden, warum der Bus brannte! Vermutlich deshalb, weil es nicht unüblich ist, das bei einem Verkehrsunfall ein Fahrzeug in Brand geraten kann.

Ein paar Monate vorher ereignete sich in China noch ein Unfall, der in den deutschen Medien von Bedeutung war.

Elektro-Taxi in den Tod

Die Kernaussage war hier: Ein tödlicher Unfall mit einem Elektroauto hat in China eine Diskussion über die Sicherheit von Batteriefahrzeugen ausgelöst.

Es war auch wichtig zu erwähnen, daß es sich bei dem Fahrzeug um ein Elektro-Taxi der Marke BYD E6 handelt. Was für ein Modell war der Bus im o.g. Artikel? Ach ja, das Fahrzeug des Unfallverursachers ist auch nicht von Bedeutung. Es soll wohl ein Sportwagen gewesen sein.

Gut das wir jetzt wissen, daß: "Der Unfall zeigt, dass es weiter Probleme mit der Qualität, dem Design und der Technologie von Elektroautos gibt".

Gibt es keine Probleme mit Verbrenner-Fahrzeugen wenn diese außerhalb der Brennkammer abfackeln?

Schön, daß noch ein aufklärender Vergleich zu Verbrenner-Fahrzeugen nachgereicht wird: "Der Unfall könnte einen Kurzschluss auslösen, der wiederum die Batterie erhitzen und sie innerhalb von Sekunden explodieren lassen kann", sagte der Ingenieur. "Das ist eine große versteckte Gefahr von Elektroautos, die in Benzinfahrzeugen nicht existiert."

Da hat er vollkommen recht. Beim Benziner reicht eine Zerstörung der Benzinleitung. Das austretende Benzin kann sich dann am heißen Motor entzünden. Dies ist eindeutig keine versteckte Gefahr bei Benzinfahrzeugen, die in Elektrofahrzeugen nicht existiert.

Wenn Benziner brennen geht es nicht darum, ob sie sicher sind, sondern wie man sich beim alltäglichen Fahrzeugbrand korrekt verhält.

Was tun, wenn mein Auto brennt?

"Bis zu 20 000 Fahrzeugbrände und Schmorschäden werden in Deutschland pro Jahr registriert. In der Regel zahlen Teilkasko- und Vollkaskoversicherung."

Auch hier war nur wichtig wer für den Schaden aufkommt. Daß jeden Tag in Deutschland 55 Fahrzeuge brennen oder kokeln wird als gegeben hingenommen.

Interessant ist auch die Info im letzten Abschnitt:

"Laut Dekra sind mit 40 Prozent ein Kraftstoff- oder Ölaustritt auf heiße Motorteile die häufigsten Feuerursachen. Durch Reibung von Fahrzeugteilen mit einem Betriebsstoff (z.B. Öl) kommt es in 26 Prozent aller Fälle zum Brand. Und in jeweils 17 Prozent sind entweder Kurzschlüsse oder ein Feuerübergriff von einem anderen Fahrzeug Grund für den Brand."

Ein Auto brennt i.d.R. durch die gefährliche fossile Energie.

Zum Schluß noch ein Leckerbissen: Dieser Porsche hat Feuer unterm Hintern

Samstag, 27. Oktober 2012

Winterreifen

Generell wird ja angenommen, daß Winterreifen einen höheren Verbrauch verursachen. Manchmal glaube ich, daß hier einfach verwechselt wird, daß ein Motor bei kalten Temperaturen einen höheren Verbrauch verursacht, speziell im Kurzstreckenbetrieb.
Da die Winterreifen in der kalten Jahreszeit eingesetzt werden, liegt dieser Verdacht nahe.

Schon bei meinem Smart konnte ich keinen erhöhten Verbrauch mit Winterreifen bemerken. Auch da konnte ich feststellen, daß der leicht höhere Verbrauch der kalten Witterung und der Verwendung der Standheizung zuzuschreiben war.

Schon im Frühjahr viel mir auf, daß mit den Sommerreifen der Verbrauch eher höher ist, als mit den Winterreifen. Beim Wechsel auf Winterreifen konnte ich wieder dasselbe Verhalten beobachten. Jetzt wollte ich es genau wissen.

Die letzten 10 Ladungen mit Winterreifen ergeben einen Durchschnittsverbrauch von 9,23 kWh/100 km.

Die 10 Ladungen davor einen Verbrauch 9,99 kWh/100 km.

Das ist doch ein beachtlicher Mehrverbrauch von 8,2%. Das macht bei nominal 90 km Reichweite eine Erhöhung von 7,4 km! Doch woher kommt dieses atypische Verhalten?

Meiner Meinung nach liegt es in der Qualität der Reifen. Die Originalbereifung ist nicht gerade das, was man als Premium bezeichnen würde. Als ich im Frühjahr den Mehrverbrauch mit Sommerreifen bemerkte, erhöhte ich den Luftdruck ein wenig (V 2,0 / H 2,2). Viel hat es nicht gebracht. Im Gegenteil. Der Abrollkomfort, speziell auf schlechter Fahrbahn, hat sich merklich verschlechtert.
Den Luftdruck in den Winterreifen habe ich gerade gemessen: V 1,3 / H 1,5. (Erschien mir aber dann doch zu gering und habe ab jetzt V 1,5 / H 1,8)

Unverständlich, wieso ein Hersteller bei einem Elektromobil keine Leichtlaufreifen verwendet. Preiswerter kann man die Reichweite eines Fahrzeugs nicht erhöhen.

Im Frühjahr werden neue Sommerreifen gekauft. Da werde ich gezielt Leichtlaufreifen auswählen.

Montag, 22. Oktober 2012

Spritmonitor lügt nicht

Vielleicht ist es dem einen oder anderen aufgefallen. In meinem letzten Post habe ich geschrieben, daß ich knapp 26000 km mit meinem SAM gefahren wäre. Zusammen mit den 9000 km mit dem Leih-SAM wäre ich ca. 35000 km elektrisch unterwegs.
Ein Blick in den Spritmonitor verrät aber nur eine Fahrleistung von 33.378 km. Es fehlen ca. 1500 km!

Nach kurzer Überlegung viel mir der Fehler auf. In der Zeit, in der ich mit dem Leih-SAM unterwegs war, wurde mein SAM zur Fehlersuche ja auch bewegt. Das waren ca. 1500 km. Somit stimmen die Werte aus dem Spritmonitor und ich muß deshalb korrigieren: Mein SAM hat zwar knapp 26000 km auf dem Buckel, ich selbst bin aber erst ca. 33.378 km elektrisch unterwegs. :-)

Fürs Protokoll:
gefahrene Kilometer mit dem Leih-SAM:
  • 8979 km
in dieser Zeit gefahrene Kilometer mit meinem SAM:
  • 1539 km

Sonntag, 21. Oktober 2012

25000 km

Genau genommen sind es knapp 26000 km. Mit meinen 9000 km mit dem Leih-SAM habe ich somit 35000 km elektrisch hinter mir.
Mein Umfeld fängt auch langsam an sich zu elektrifizieren.
Ein Kollege fuhr schon vor meiner Zeit einen umgebauten Fiat Cinquecento. Meistens aber fährt seine Frau damit, da sie verschiedene Einsatzorte bei ihrer Arbeit hat.
Ein anderer Kollege hat letzten Monat einen iOn gekauft. Diese werden ja gerade günstig an den Mann gebracht, da wohl die Kooperation zwischen Mitsubishi und Peugeot beendet wurde.
Bilder vom gemeinsamen Ladehalt am Arbeitsplatz werde ich noch nachreichen.
Ein guter Freund ist ebenfalls auf der Suche nach einem günstigen i-MiEV-Abkömmling.
Man sieht an vielen Stellen ein Umdenken. Der Schritt in die Elektromobilität wird mit Sicherheit vereinfacht, wenn man Menschen in seinem Umfeld hat, die diesen Schritt schon hinter sich haben.
Durch meine vielen Kilometer bei jeder Jahreszeit, Witterung und Temperatur bin ich speziell auf der über 40 km langen Pendlerstrecke immer präsent. Es wird bestimmt schon den ein oder anderen Berufspendler gegeben haben, der mich fast täglich auf dem Weg zur Arbeit trifft. Falls dieser auf die steigenden Spritpreise eine Antwort sucht, findet er zumindest eine Lösungsrichtung in der Elektromobilität.