Mittwoch, 13. Juni 2012

Teure Elektroautos

Auf Heise sind die Preise für den Smart ed zu sehen.
Laut diesen Informationen kostet der Smart ed ohne Akku 18910.- €.
Mit Akku 23680.- €.
Das macht eine Differenz von 4770.- € für den 17,6 kWh großen Li-Tec Akku. Der Preis für eine kWh liegt somit bei 271.- €. Respekt!
Für diesen Preis bekommt man noch nicht einmal TS-Zellen bei der Sammelbestellung.
Das teure am eFahrzeug ist in diesem Fall nicht der Akku.
Beim SAM kostet der 7 kWh Akku 6500.- € und liegt somit bei 928.- €/kWh.
Die Frage beim Smart ed ist eher, weshalb kostet er so viel ohne Akku?
Bei Renault ist es nicht anders. Auch hier kostet die Elektroversion des Fluence ohne den angeblich so teuren Akku bedeutend mehr, als die Verbrennerversion.
Der einzige Grund kann nur sein, die Verkaufszahlen gering zu halten.
Bei Artikeln die verkauft werden wollen, sieht die Sache nämlich anders aus.



Dieser Auszug ist aus einem TOOM Prospekt, den trage ich schon knapp zwei Jahre mit mir herum. Das NoName Produkt als Benziner ist teurer als das Markenprodukt mit LiIon Akku.

Kommentare:

  1. Hallo Andreas,
    Ja klar,der Preis regelt auch die Verkaufszahlen. Gewollt oder nicht, auf alle Fälle sind wir uns sicher:
    Elektrisch zu fahren funktioniert super und auch schon deutlich länger als die meisten denken!
    Die Technik ist nicht wirklich neu und schon lange erprobt.
    Na ja, Du machst hier wirklich Aufklärung vom feinsten.
    Mach weiter so, vielleicht hilft es...
    Gruß Holger

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  2. Ja, diese Frage habe ich mir auch bereits gestellt. Zumal beim ed ja immerhin Anlasser, Generator, Verbrennungsmotor, Turbolader, Abgasanlage, Tank mit Abgasrückführung, Getriebe, Kühlung mitsamt Wärmetauscher für die Heizung und die Einspritzanlage eingespart werden. OK, stattdessen kommt ein Elektromotor, wie er tausendfach in Kirmesschaukeln verwendet wird und ein wenig Leistungselektronik.

    Aber müsste der ed dann nicht eigentlich viel billiger als der Verbrenner sein? Subventioniert man hier vielleicht ein wenig die Akkus über den Kaufpreis? Die Rechnung ginge dann aber schon beim ersten Ersatzakku daneben...

    Ich habe eher die Befürchtung, dass die gesamte Branche das Elektroauto einfach nicht möchte, da es die Komplexität des Produktes "Kfz" insgesamt deutlich reduziert. Das geht am Ende des Tages zwangsläufig auf die absolute Marge der Volumenhersteller, da die Einstiegshürde für neue Mitbewerber deutlich sinkt, siehe z.B. Tesla.

    Die Argumentation, man würde versuchen, die hohen Entwicklungskosten reinzuholen, überzeugt mich auch nicht. Schließlich hätte hier z.B. smart die einmalige Chance, ein ganz dickes Ausrufezeichen für die Zukunft zu setzen. Sowas muss sich nicht in zwei Jahren rentieren.

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